Kilia im Test: Wie gut ist das Strategiespiel wirklich?

4 Minuten

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Werbung, da mir für das Review ein Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde.

Du willst ein richtiges Strategiespiel – aber ohne 20 Seiten Regeln, bevor die erste Karte liegt.

Kilia könnte genau das sein. Das Debütwerk von Autor Lars Ehresmann hat bereits Aufmerksamkeit geweckt – Thomas von Betterboardgames lobt es ausdrücklich. Aber was steckt wirklich dahinter? Ich habe das Spiel auf den Tisch gebracht und mir selbst ein Bild gemacht.

Kilia

Lars Ehresmann
Spielautor:in

HUCH!
Verlag

2025
Erscheinungsjahr

2 – 4
Spieleranzahl

60 Min.
Spielzeit

14+
Altersempfehlung

2.60 / 5
Schwierigkeit

7.4 / 10
BGG Bewertung

Anleitung herunterladen
(externer Link)

Unser Bestpreis

Höchstpreis
52,97 €

Angebot (inkl. Versand)
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Wie spielt sich Kilia?

In Kilia schlüpfst du in die Rolle eines aufstrebenden Reeders im Kiel des 18. Jahrhunderts. Du baust eine Handelsflotte auf, knüpfst Kontakte und bringst Waren aus fernen Städten in den Hafen. Das Thema sitzt – und macht direkt Lust aufs Spielen.

Jede Runde nimmst du eine Karte aus der gemeinsamen Auslage. Dann entscheidest du: Was machst du damit?

Kilia - Kartenauslage
Kilia – Kartenauslage

Du hast zwei Möglichkeiten: Du baust einen deiner vier Bereiche aus oder du schickst die Karte als Händler auf deinen Marktplatz.

Diese vier Ausbaubereiche – Schloss, Universität, Werft und Packhaus – sind das Herzstück vom Spiel. Sie greifen clever ineinander.

Das Schloss gibt dir mehr Auswahl bei den Karten. Die Werft verbessert dein Schiff. Das Packhaus bringt dir Waren. Und die Universität schaltet dauerhafte Vorteile frei. Jeder Ausbau kostet Waren – und jeder Ausbau bringt dir sofort eine Verbesserung.

Kilia - Bereiche ausbauen
Kilia – Bereiche ausbauen (Schiff um 1 und das Packhaus um 2 verbessert)

Dazu kommt dein persönlicher Marktplatz. Dort platzierst du Händler, die dir auf Wunsch Waren liefern – gegen eine Münze pro Aktivierung. Wer seinen Marktplatz clever aufbaut, hat einen echten Vorteil.

Kilia - Spielertableau
Kilia – Spielertableau

Und dann ist da noch das Schiff. Am Ende jeder Runde fährt es durch deinen Kanal und sammelt automatisch Waren ein – je nachdem, welche Packhäuser du gebaut hast und wie dein Schiff ausgebaut ist.

Kilia - Schiff
Kilia – Errungenschaften

Parallel dazu erfüllst du Aufträge, sammelst Punkte und versuchst, Errungenschaften vor den anderen zu erreichen. Wer als Erstes seinen vierten Wertungsmarker setzt, leitet das Spielende ein. Dann wird abgerechnet.

Kilia - Errungenschaften
Kilia – Errungenschaften

Klingt nach viel? Ist es am Anfang auch. Kilia ist kein Einsteigersspiel – es ist ein Kennerspiel. Nach der ersten Partie sitzt aber alles.

Wie gut ist Kilia?

Kilia ist ein solides Kennerspiel – und das Debüt von Lars Ehresmann kann sich wirklich sehen lassen.

Was gefällt uns?

Das Beste am Spiel sind die Verzahnungen. Jeder Bereich hat eine eigene Farbe, eine eigene Ware und eine eigene Funktion. Alles hängt zusammen. Wenn du deine Bereiche clever ausbaust, läuft deine Reederei irgendwann wie ein Uhrwerk.

Das Schiff fahren ist dabei besonders befriedigend – du siehst direkt, was deine Entscheidungen gebracht haben.

Dazu kommt ein kleiner Wettlauf bei den Endsiegbedingungen. Wer eine Errungenschaft früher erfüllt, bekommt mehr Punkte. Das erzeugt angenehmen Druck, ohne das Spiel stressig zu machen.

Was stört uns?

Kilia hat eine klare Schwäche: das Kartenglück. Du kannst dir eine Strategie überlegen – aber die Auslage entscheidet, ob du sie umsetzen kannst. Willst du unbedingt eine bestimmte Karte? Pech, wenn sie nicht kommt. Die Auslage neu aufzudecken kostet 5 Münzen – im Spiel eine Menge Geld. Das Spiel bestimmt oft, wie du spielst. Nicht umgekehrt.

Und selbst wenn die richtige Karte kommt, brauchst du genug Ressourcen um das Einbauen zu bezahlen. Je mehr Karten, desto teurer. Also musst du Karten die du lieber einbauen willst, auf dem Markt verschwenden, um später genug Ware davon zu haben.

Dann kannst du nur hoffen, dass die Kartensorte noch häufig genug auftaucht. Das macht Strategen (wie Niklas) unglücklich. Wer seinen Plan durchziehen will, wird hier oft gebremst.

Es gibt noch ein Manko: das Material. Es sind zwei Pappen aufeinander geklebt, sodass du die Karten darunterschieben kannst. Leider ist die Qualität so schlecht wie bei e-Mission.

Für wen ist Kilia geeignet?

Kilia ist nichts für Expertenspieler, die komplexe Langzeitstrategien lieben. Und für Familienspieler ist es zu anspruchsvoll.

Kilia ist ideal für Kennerspieler, die taktisch denken. Die das Beste aus dem machen, was ihnen gerade zur Verfügung steht. Die flexibel sind und Freude daran haben, aus wenigen Optionen das Maximum herauszuholen.

Wie hoch ist der Wiederspielreiz?

Nach drei Partien hast du die meisten Mechanismen gesehen. Was Kilia trotzdem frisch hält: Die Kartenauslage ist jedes Mal anders. Und deine Spielerfarbe beeinflusst deine Taktik – ein guter Grund, mal eine andere Farbe auszuprobieren.

Unser Urteil

Kilia ist kein Spiel, das dich von der ersten Minute an mitreißt. Der Einstieg kostet etwas Geduld. Aber wer sich darauf einlässt, bekommt ein sauber designtes Taktikspiel mit einem schönen Schifffahrts-Feeling.

Für Kennerspieler, die flexibles Taktieren mögen: klare Empfehlung.

Kilia

2025 – HUCH!
Cover

2 – 4
Spieleranzahl

14+
Altersempfehlung

60 Min.
Spielzeit

2.60 / 5
Schwierigkeit

Unser Bestpreis

Höchstpreis
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Wer schreibt hier?

Hey, ich bin Désirée und spiele Brettspiele, seit ich 6 Jahre alt bin – mit Pausen. Was mit Max Mümmelmann und Packesel angefangen hat, ist heute Gloomhaven, Brass oder Terraforming Mars.

Seit Ende 2020 spiele ich wieder sehr regelmäßig moderne Brettspiele. So um die 600+ Partien im Jahr und bereits mehr als 500+ Brettspiele.

Da ich gerne schreibe, ist dieser Blog entstanden. Ich freue mich über deine Unterstützung, indem du meine Beiträge teilst oder kommentierst. Und die Links benutzt (die großen pinken Buttons oben).

Wenn ich keine Brettspiele spiele, dann lese ich ein Regelheft oder ein Buch oder verbringe die Zeit mit meiner Familie in einem Freizeitpark.

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