Der Kartograph Brettspiel Rezension von Spielenerds

Der Kartograph im Test: Die Kunst des Kartenzeichnens

Der Kartograph spielt im gleichen Universum wie Roll Player.

Wir mögen Roll Player und der Kartograph ist zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Zwei Gründe, es selbst auszuprobieren.

Das Spiel ist ein Flip & Write Spiel, also Karte ziehen und Gebiete einzeichnen. Sehr simpel zu lernen und wie immer schwer zu meistern.

Das entspannt vor sich Hinzeichnen endet, sobald ein Hinterhalt gezogen wird. Dann bekommst du die Landkarte eines Mitspielers und kannst die Form des Monsters sehr fies platzieren.

Warum das Sinn ergibt, die Antwort findest du im Strategieteil.

Karten ziehen, zeichnen und Punkte zählen. Total einfach, oder? Wir erklären dir grob, wie der Kartograph gespielt wird, geben dir unsere besten Tipps und am Schluss findest du die Rezension. Viel Spaß beim Lesen.

Kurzcheck: Wie wird der Kartograph gespielt?

Der Kartograph

Jordy Adan
Spielautor:in

Thunderworks Games
Verlag

2019
Erscheinungsjahr

1 – 100
Spieleranzahl

30 – 45 Min.
Spielzeit

10+
Altersempfehlung

1.88 / 5
Schwierigkeit

7.6 / 10
BGG Bewertung

Anleitung herunterladen
(externer Link)

Kennerspiel des Jahres 2020
nominiert

Unser Bestpreis

UVP
19,99 €

Angebot (inkl. Versand)
15,19 € (-24%)

In der Kartograph sammelst du Punkte durch geschicktes Einzeichnen von Flächen. Wer am Ende mehr Punkte hat, gewinnt.

Wir spielen alle 4 Jahreszeiten durch und starten im Frühling. Pro Jahreszeit gibt es eine Höchstpunktzahl. Du ziehst also so lange Karten, bis die Punktzahl erreicht ist, dann ist die Jahreszeit zu Ende und es wird Punkte gezählt.

Du erhältst Punkte für erledigte Aufgaben der aktuellen Jahreszeit. Am Anfang ziehst du vier unterschiedliche davon und legst sie unter die Buchstaben von A bis D. Pro Jahreszeit sind immer 2 Buchstaben aktiv.

Was musst du da so beachten? Zum Beispiel gibt es einen Auftrag, die gibt dir Punkte für jedes Waldfeld am Rand. Also versucht du in der Jahreszeit möglichst viele Wälder am Rand zu verteilen.

Der Kartograph Spielauslage
Der Kartograph – Welchen Auftrag will ich machen?

Für Monsterfelder, die nicht umrandet sind, gibt es Minuspunkte. Was du strategisch nutzt, um deine Mitspieler zu ärgern.

Zusätzlich bekommst du noch Punkte für Geld. Das gibt es teilweise auf den Karten, dafür erhältst du aber ein kleines Feld oder durch Umranden eines Gebirgsfelds, dann streichst du eine Münze ab.

Somit hat der Kartograph eine kleine Mini-Engine, denn so sammelst du jede Runde mehr Punkte. Oder Minuspunkte, falls du die Monsterfelder ignorierst.

Jede Jahreszeit wird eine neue Hinterhalt-Karte (Monster) in den Stapel gemischt. So ist sichergestellt, dass die Monster gezogen werden.

Dann gibt es noch Ruinen-Karten, ziehst du so eine, muss das nächste Feld auf einer Ruine gezeichnet werden.

Falls du keine Lust auf Hindernisse hast, kannst du die Monster und Ruinen einfach aussortieren. Dabei geht natürlich der Spaß verloren, die Karte eines Mitspielers zu verhunzen.

Aber so lässt sich natürlich auch testen, wer besser plant (und zeichnet).

Pro Jahreszeit werden die Punkte gezählt und im Winter werden dann alle Punkte zusammenaddiert.

Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Unsere Strategie bei der Kartograph

Unsere Rekorde:

Désirée: 95
Niklas: 103

Vermeide Minuspunkte.

Das ist wohl der wichtigste Tipp überhaupt. Denn die können alle deine schön gesammelten Punkte schnell zunichtemachen. Daher gilt, sobald du ein Monsterfeld hast, versuche es zu umranden (diagonal ist egal).

Den umso länger du das nicht tust, umso mehr Negativpunkte sammelst du über die Jahreszeiten. Das ist eine Mini-Minus-Engine, die du gar nicht zulassen solltest.

Da wären wir schon beim nächsten Tipp: Setzte das Monsterfeld bei deinem Mitspieler so, dass es keinen Rand hat. Am besten noch über eine Ruine.

Sobald alle Ruinenfelder belegt sind, darfst du statt dem aufgedeckten Feld nur ein 1er-Feld malen. Du schlägst also zwei Fliegen mit einer Klappe. Ja, das ist fies, aber du willst doch gewinnen, oder?

Der Kartograph Erkundungskarten
Der Kartograph – Yeah, Monster einzeichnen 😈

Die Punkte pro Jahreszeit kannst du zweimal sammeln. Den jeder Buchstabe kommt zweimal dran. Im Winter ist der Buchstabe A wieder wichtig.

Halte die Ruinen möglichst frei. Manchmal kann es sinnvoll sein, die Feld bewusst zu blockieren, um 1er-Felder zu erhalten. Das liegt aber an den Aufträgen. Wir nutzten das gerne für die größte Fläche. Da sind 1er-Felder schwer auszumalen.

Aber im Regelfall gilt, Ruinen nicht bemalen.

Versuche die Gebirgsfelder früh zum Umranden um weitere Münzen zu erhalten. Ansonsten gilt, beachte die Aufträge und erfülle sie so gut wie möglich.

Viel Spaß beim Malen und Gewinnen.

Unsere Bewertung – So gut ist der Kartograph

An der Kartograph gefällt uns besonders gut, dass es sich entspannt spielt und keine Begrenzung der Mitspieler hat. Du kannst es theoretisch mit 100 Personen spielen, wenn du magst.

So kann jeder in Ruhe für sich nachdenken und es entsteht wenig Ausfallzeit, außer die Kinder packt der Perfektionismus.

Uns gefällt nicht so gut, dass es nur eine Stiftfarbe gibt. Zwar wird jedes Feld mit einem anderen Symbol gemalt, aber das wird schnell unübersichtlich.

Daher empfehlen wir ganz klar: Nimm Buntstifte (Filzstifte malen durch und das Blatt ist beidseitig bedruckt).

Du brauchst 5 Farben: grün, rot, gelb, blau und lila. Und falls du magst, eine Neutrale für die Punkte.

Manchmal bekommst du für Kinder diese kleinen Packungen mit Buntstiften drin. Behalten und ins Spiel tun. Falls du so was nicht hast, suche bei deinem Lieblings-Onlineshop nach „Buntstifte Party“ oder „Buntstifte Geburtstag.“

Der Kartograph Landkarten
Der Kartograph – Links vs. rechts = Bunt gewinnt

Natürlich gibt es für der Kartograph bereits Erweiterungen. Zum Beispiel die Mini-Erweiterung* mit neuer Karte und Monstern. Und falls dir das nicht reicht, gibt es einen zweiten Teil: Die Kartographin*.

Die Liste ist nicht vollständig, du findest noch mehr, falls du es suchst.

Das Spiel ist optisch sehr ansprechend sowie Roll Player. Für das Spiel liegt ebenfalls eine neue Karte bei. Wie sollte es anders sein, die Geschichte des Katrographen.

Das Inlay ist zweckmäßig und kann rausgeschmissen werden, um genug Platz für die Buntstiftpackungen zu haben.

Für Interaktion sorgen die Hinterhalt-Karten (die mit den Monstern darauf), wobei du diese auch aussortieren darfst. Aber warum solltest du das tun?

Wir spielen der Kartograph gerne unterwegs oder zwischendurch. So eine Runde dauert 30 Minuten (ohne Ausmal-Perfektionismus).

Der Wiederspielwert ist sehr hoch. Jede Runde ziehst du andere Karten und hast zwei unterschiedliche Karten zum Anmalen. So kannst du das Spiel sehr oft spielen, bevor es langweilig wird.

Wenn du Flip & Write Spiele magst, fragen wir uns, worauf wartest du?

Suchst du ein entspanntes Kennerspiel für zwischendurch und unterwegs. Wo sogar die ganze Familie mitspielen kann? Dann können wir dir den Kartographen sehr empfehlen.

Und falls du den Frieden in der Familie wahren willst, kannst du die Hinterhalt-Karten und sogar die Ruinen entfernen. Oder deine Eltern abziehen. Ist auch mal nett. 😉

Der Kartograph

2019 – Thunderworks Games
Cover

1 – 100
Spieleranzahl

10+
Altersempfehlung

30 – 45 Min.
Spielzeit

1.88 / 5
Schwierigkeit

Kennerspiel des Jahres 2020
nominiert

Kurzinfo:
  • entspanntes Spiel
  • solo oder mit vielen spielbar
  • mittlere Interaktion
  • Kuddelmuddel bei 1 Stiftfarbe

Unser Bestpreis

UVP
19,99 €

Angebot (inkl. Versand)
15,19 € (-24%)

Wer schreibt hier?

Hey, ich bin Désirée und spiele Brettspiele, seit ich 6 Jahre alt bin. Was mit Max Mümmelmann und Packesel angefangen hat, ist heute Gloomhaven, Brass oder Terraforming Mars.

Da ich gerne schreibe, ist dieser Blog entstanden. Ich freue mich über deine Unterstützung, indem du meine Beiträge teilst oder kommentierst. Und die Links benutzt (die großen pinken Buttons oben).

Wenn ich keine Brettspiele spiele, lese ich oft (Sach-)Bücher oder verbringe die Zeit mit meiner Familie in einem Freizeitpark.

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