Dominion 2. Edition von Spielenerds

Dominion – Karten sammeln, um zu gewinnen

Dominion ist der Deckbuilder.

Bei Deckbuildern optimierst du dein Kartendeck, indem du neue Karten mit reinnimmst und manchmal Karten entfernst. Ziel ist, dass dein Deck jede Runde perfekt performt. Du also mit deinem Deck besser einkaufst als deine Mitspieler.

Du kennst diesen Mechanismus sicher schon aus anderen Spielen. Aber Dominion war sicher der Vorreiter von allen. Das Spiel ist 2008 zum Spiel des Jahres gekürt worden.

Und es hat heute eine riesige Fangemeinde, warum es bereits 15 Erweiterungen für das Spiel gibt. Wir besitzen nur eine davon, natürlich die Beste.

Wir haben auch die erste Edition von Domion gespielt, aber bewerten die aktuelle zweite Edition, da wir sie einen ticken besser finden.

Wir stellen die das Spiel kurz vor, geben dir unsere besten Tipps und am Schluss findest du unsere Rezension zum Spiel. Viel Spaß beim Lesen.

Spielablauf – So wird Dominion gespielt

Spieleautor:in: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grand Games
Jahr: 2016

Spielerzahl: 2 - 4
Spielzeit: 30 Min.
Alter: Ab 14

Wir beschreiben hier nur kurz und grob, wie gespielt wird und geben dir wichtige Hinweise, falls es welche gibt.

Lade dir die genaue Anleitung für Domion (2. Edition) Teil 1 und Teil 2 von Dominion Welt runter.

Dominion wird mit 10 Karten in der Auslage gespielt. Dazu kommen noch Kupfer, Silber und Gold und 3 Punktekarten (grün) im Wert von 1, 3 oder 6.

Spielst du mit der Hexe, kommen noch Fluch-Karten dazu, je nach Anzahl der Spieler. Sind die Fluch-Karten leer, dann leer.

Jeder Spieler startet mit 10 Karten, das sind drei 1er-Anwesen und 7 Kupfer welches einen Wert von je 1 hat. Der Startspieler beginnt und zieht 5 Karten. Nun kann er von der Auslage 1 Karte kaufen.

Du kannst immer ein Kupfer für 0 Geld kaufen.

Die Punktekarten geben dir entsprechend der Zahl Punkte. Mit den paar Kupfer kommst du aber nicht weit. Daher versuchst du Karten zu kaufen, die dir mehr Möglichkeiten geben. In unserer Strategie findest du Hilfen, wie wir spielen.

Nach dem Kauf legst du deine Karten auf deinen Ablagestapel offen ab und ziehst 5 neue.

Es dürfen keine Karten auf der Hand behalten werden.

Dann ist der nächste Spieler dran, der genau das Gleiche macht.

Ist dein Nachziehstapel leer, mischst du deinen Ablagestapel und legst ihn verdeckt als Nachziehstapel ab.

Dominion wird so lange gespielt, bis eine von zwei Bedingungen eintrifft.

Dominion Spielaufbau Auslage
Dominion – Spielaufbau der Markt

Spielende – Mit Punkten zum Sieg

Das Ende wird eingeläutet, wenn der Provinz-Stapel (6 Punkte) leer ist oder 3 normale Kartenstapel aufgebraucht.

Dann werden Punkte alle zusammengezählt. Wer die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

Unsere Strategie – So gewinnst du Dominion

Es gibt zwei Strategien, die wir gerne spielen.

Die Gold-Strategie

Das ist meine bevorzugte Strategie. Der Name sagt, worum es geht, nämlich um eine Menge Gold.

Die Provinz gibt 6 Siegpunkte und kostet in Dominion 8 Gold. Das ist schon eine ganze Menge. Du hast 5 Karten auf der Hand. Gehen wir davon aus, 2 Karten sind andere Punkte- oder Aktionskarten.

Dann hättest du rechnerisch nur 3 Karten übrig. Wenn diese 3 Karten jetzt jeweils 3 Geld wert sind, könntest du dir jedes Mal eine 6er-Provinz leisten.

Deswegen ist meine Strategie, auf wenig Gold mit hohem Wert auslegt. Wenn du mit der Mine spielst, solltest du davon ein paar im Deck haben. So kannst du immer dein Geld um je einen Wert höher tauschen. Und das minderwertige Geld abwerfen.

Den du willst dein Deck schmal halten. Dann nimm ein paar Keller rein, um unnütze Karte abzuwerfen und entsprechend neue zu ziehen. So kannst du dir sicher sein, wieder Gold zu ziehen.

Der Markt ist für dich noch interessant, weil er einen weiteren Kauf zulässt. Burggraben nimmst du nur rein, wenn einer Hexe oder Miliz spielt.

Immer, wenn du dir ein 3er-Gold leisten kannst, nimm es. Schau, dass du das Kupfer schnell hoch wertest und loswirst.

Sobald du dir die erste Provinz leisten kannst, kaufe sie ein. Den oft gewinnt der Spieler, der schneller ist.

Die Verkettungs-Strategie

Bei der Strategie versucht du pro Runde dein Deck komplett runterzuspielen. Das klappt nicht immer. Aber du kannst schon sehr weit kommen.

Du gehst also am ehesten auf Karten zum Nachziehen und mehrere Aktionen. Ziel ist es so das Geld durch die Menge zu erhalten.

Du bevorzugst Karten wie das Dorf, der Keller, die Bibliothek, der Jahrmarkt und die Schmiede. So kannst du sehr lange Verkettungen spielen und so deinen Stapel durchspielen.

Du kannst, wenn du magst, die Miliz oder Hexe mitreinnehmen, musst du aber nicht. Der Burggraben ist für diese Strategie immer interessant.

Spiele jede Runde soviel Deck runter wie geht, um an 8 Gold zu kommen. Dann kaufst du dir die Provinz.

Ein paar Minen um dein Geld hoch zu tauschen ist ebenfalls interessant, aber nicht dein Fokus.

Wenn du mehr kaufen kannst, füllst du dein Deck mit Kupfer auf.

Domion Kartenverkettung
Dominion – Kartenverkettung

Strategie-Fazit

Und welche Strategie ist nun die Beste? Es kommt darauf an, wie du lieber spielst. Du kannst mit jeder Strategie gewinnen, entscheidend ist, dass du sie durchziehst. Und du kein Kuddelmuddel mit deinem Deck anstellst.

Bei uns ist die Sache ganz klar. Meine Gewinnquote liegt bei 80 %. Selbst unser Sohn (7 Jahre) hat es schon geschafft, mit der Gold-Strategie zu gewinnen.

Wir denken, der ideale Fall liegt dazwischen. Bevorzuge Gold ein wenig mehr, aber achte darauf ein paar Verkettungen zu bauen, um an mehr Geld zu kommen.

Halte dein Kartendeck schmal und verbaue es nicht, indem du alles kaufst.

Unsere Bewertung – So gut ist Dominion

Dominion ist nicht irgendein Deckbuilder, es ist der Deckbuilder. Das ist der Kern des Spiels. Es geht ums nichts anderes.

Ich liebe Dominion, weil es so einfach ist. Es ist ein klassisches: „Leicht zu lernen, schwer zu meisten.“

Du findest schnell in das Spiel rein und wenn du die Karten kennst, kannst du besser spielen. Hier wirst du mit jeder Runde besser.

Leider ist Dominion sehr wiederholend: Ziehen, Ablegen und kaufen. So geht es die ganze Zeit. Wenn dann ein Mitspieler jengaturmlange Verkettungen baut, kommt noch eine lange Ausfallzeit für dich hinzu.

Wenn du genau diesen Ablauf liebst, dann ist das der Jackpot für dich.

Die Kartenvielfalt bietet sehr viel Varianz, nicht nur mit den 15 Erweiterungen ist für eine Menge Abwechslung gesorgt. Wir besitzen die Erweiterung „Die Gilden“ auch wenn die Community „Die Intrigen“ besser bewertet.

Du kannst die Auslage also bauen, wie du magst. Es gibt Empfehlungen in der Anleitung. Oder du ziehst zufällig Karten oder jeder wählt seine Lieblingskarten.

Genau das macht eine festgelegte Strategie sehr schwer. Den es können entscheidende Karten fehlen. Probiere dich gerne aus.

Dominion kann ein Abendfüller oder ein Absacker sein. Du kannst es, wenn du dich schon auf 10 Karten festgelegt hast, super mitnehmen. Es ist so ein alter Klassiker, dass du mal probieren solltest.

Ob du es besitzen musst, liegt an dir.

Liebst du Deckbuilder? Dann sagen wir ja, du wirst es lieben und dich fragen, warum andere Spieler als Deckbuilder bezeichnet werden, obwohl das nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Magst du Deckbuilder nicht? Dann kannst du es mal spielen, um dir sicher zu sein. Oder auf andere Kartenspiele ausweichen.

Welches Deckbuilder Spiel magst du bis jetzt am liebsten? Schreib uns in den Kommentaren.

Dominion

Dominion 2. Edition von Spielenerds
7.6
Spieleidee 7.1
Material 8.2
Spielspaß 7.5
Balance 9.0
Wiederspielwert 6.0

Pro

  • schnelles und leichtes Spiel
  • große Kartenvielfalt
  • viele Erweiterungen

Kontra

  • wenig Interaktion
  • gleicher Spielablauf

1 Kommentar zu „Dominion – Karten sammeln, um zu gewinnen“

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