Living Forest von Spielenerds

Living Forest – Das Waldgeister-Rennen um Flammen, Bäume und Blumen

Living Forest ist das Kennerspiel des Jahres 2022. Zurecht?

Darüber wollten wir uns unsere eigene Meinung bilden. Und zack. Gekauft. Erstmal alleine gespielt und dann mit den Kindern. Die finden das natürlich super.

Aber die finden jedes Spiel super, was mit den Eltern gespielt wird.

Unsere Bewertung und Strategie findest du ganz unten. Fangen wir also ganz vorne, an, wie wird Living Forest gespielt?

Spielaufbau

Spieleautor:in: Aske Christiansen
Verlag: Pegasus Spiele
Jahr: 2021

Spielerzahl: 1 - 4
Spielzeit: 40 Min.
Alter: Ab 10

Kennerspiel des Jahres 2022

Sobald du alles ausgepöppelt hast, geht es los.

Das runde Brett kommt in die Mitte. Dort kann dein Waldgeist laufen (Ja, du spielst einen Waldgeist).

Die Bäume werden nach Zahl in den Baumhalter (ja der heißt so, Aufbau siehe Anleitung) sortiert und ebenfalls so gestellt, dass sie jeder sehen kann.

Dann wird der Tier-Spielplan hingelegt und wie abgebildet die Flammen an ihren Platz verteilt. Die Tierkarten werden nach Sonnenfarbe sortiert und verdeckt auf die passende Sonne gelegt.

Dann gibt es noch den Feuer-Waran-Spielplan, das Ding heißt so, weil dort die Feuer-Warane platziert werden, sowie die X-Marker bzw. Magie-Fragmente genannt (Das Thema wird durchgezogen).

So, der Spielaufbau steht so weit, jetzt fehlen nur noch die Spielerpläne.

Wähle einen Waldgeist aus und nimm den passenden Plan dazu. Lege in der Mitte dein Bäumchen hin.

Du bekommst ein Startdeck an Karten, welches du mischst und rechts verdeckt an deinen Plan legst.

Dein Waldgeist kommt auf das runde Brett. Je nachdem wie viele Spieler spielen und wann du an der Reihe bist. Dazu findest du kleine ausgegraute und weiße Figuren abgebildet.

Living Forest Steinkreis
Living Forest – Steinkreis

Suche deine Position in diesem Spiel und stelle deine Figur darauf.

Du besitzt noch 3 unterschiedliche Bonusplättchen: Baum, Flamme und heilige Blume. Die zählen als Ressource. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Das war der Grundaufbau. Zum Start kommt jetzt noch eine 2er-Flamme in die Mitte und die Auslage wird ausgelegt. Ziehe dazu von jedem der 3 Stapel 4 Karten und lege sie daneben offen aus.

Jetzt wählst du einen Startspieler, der bekommst dann den geweihten Baum (das Thema ist heilig).

Das war es schon. Jetzt kannst du spielen.

Living Forest Spielaufbau
Living Forest – Spielaufbau für 2 Personen

Spielablauf

Um Living Forest zu verstehen, musst du das Spielziel kennen. Daher ziehen wir den Part kurz vor.

Dein Ziel ist es, zuerst 12 Elemente der gleichen Art zu sammeln. Es gibt 3 die du sammeln kannst:

  • Bäume
  • Flamme
  • Heilige Blume

Egal welche Ressource du sammelst, Gewinner ist, wer am Ende der Runde 12 Ressourcen davon besitzt.

Das mit dem Ende der Runde ist sehr wichtig. Wenn du als Startspieler 12 Flammen hast, aber dir noch ein Mitspieler eine Flamme stibitzt, dann hast du nicht gewonnen.

Das Spiel hat 3 Phasen. In der ersten Phase machen alle das Gleiche. Die zweite Phase ist die Aktionsphase und in der dritten Phase wird aufgefüllt.

Und wenn du nicht genug Wasser hast, kann das böse enden. Aber fangen wir vorne an. Wie funktioniert Phase 1 und wie kommst du an die Ressourcen ran?

1. Tierphase – alle ziehen Karten

In der Tierphase (Thema und so) ziehst du Tier-Karten. Und zwar aus deinem Deck. Und zwar so lange bis du stoppst oder 3 dunkle Kreise gezogen hast.

Ok, um das zu verstehen, musst du erstmal die Karten verstehen. Schauen wir uns ein paar an.

Living Forest Tierkarten
Living Forest – Tierkarten von der Startdeck

Jede Karte hat Links, Elemente, die du nutzten, kannst. Aber Obacht es gibt auch welche mit einem Minus vorne ran.

Kartensymbole auf einen Blick:

  • Sonne
  • Wassertropfen
  • Pflanze
  • Spirale
  • Heilige Blume (12 Stück zum Sieg)

Mit diesen Elementen kannst du Aktionen durchführen, dazu in Phase 2 mehr. Für dich reicht es erstmal zu wissen, welche es gibt und dass es auch Minuswerte gibt.

Links oben kann sich ein Kreis befinden, der ist entweder grau oder weiß-silber. Die mit dem grauen Kreis sind Einzelgänger.

Living Forest Einzelgänger und geselliges Tier
Living Forrest – Einzelgänger und geselliges Tier

Und da wir ja glücklich als Gemeinschaft leben. Sind Einzelgänger nur begrenzt toleriert. In Living Forest maximal 3.

Ziehst du Karten und hast 3 Einzelgänger gezogen, ist sofort Schluss. Für dich ist die Phase beendet.

Und du hast jetzt einen Nachteil: Du darfst in der nächsten Runde nur eine Aktion machen, statt 2.

Also ja, du kannst zocken, aber bedenke den Preis.

Und wie wirst du die Einzelgänger los?

Gar nicht. Aber du bist nicht komplett machtlos. Denn du kannst zum Ausgleich Tiere kaufen mit weißem Kreis. Das sind nämlich gesellige Tiere.

Pro weißen Kreis kannst du einen grauen Kreis ignorieren. Auch, wenn der Einzelgänger erst danach gezogen wird.

Das ist noch nicht alles. Wenn du X-Plättchen sammelst, kannst du diese nutzen, um den Einzelgänger wegzukreuzen.

Du ziehst einen und der gefällt dir nicht, dann zahle ein X und lege den Einzelgänger sofort auf den Ablagestapel.

Das geht natürlich nicht mehr, wenn du den dritten gezogen hast. Bissel zocken wirst du schon müssen, sonst wäre es ja langweilig.

Und was du mit den restlichen Ressourcen auf den Karten machen kannst, kommt jetzt in Phase 2.

2. Aktionsphase – 1 oder 2 Aktionen nutzen

Wie du schon gelesen hast, kannst du 2 Aktionen in dieser Phase machen. Und falls du dich verzockt hast (3 Einzelgänger), dann eben nur 1. So ist das Leben.

Der Startspieler fängt an und wählt eine von fünf möglichen Aktionen aus:

  1. Flammen in der Mitte löschen
  2. Baum bei sich pflanzen
  3. Waldgeist bewegen
  4. Tier-Karten einkaufen
  5. X-Plättchen nehmen

Bevor wir die Aktionen erklären, eine wichtige Info. Die Ressourcen auf den Karten brauchen sich nicht auf. Falls du eine Zusatzaktion erhältst, nutzt du die gleiche Menge Elemente wieder.

Beispiel: Du hast 12 Sonnen und kaufst für die Anzahl ein. Danach läufst du mit deinem Waldgeist und landest auf dem Sonnensymbol. Nun darfst du nochmal für 12 Sonnen einkaufen.

Fangen wir mit der vielleicht wichtigsten Aktion an.

1. Flammen löschen

„Hilfe, der Wald brennt.“

Waldbrände können sich schnell verbreiten und genau das verhinderst du jetzt.

In der Aktion kannst du mithilfe deine gesammelten Wassertropfen, Flammen löschen. Und zwar die in der Mitte im Steinkreis liegen. Nicht aus dem Vorrat.

Am Anfang liegt da nur eine 2er-Flamme, das ändert sich nach jedem Rundenende.

Living Forest Steinkreis mit Flammen
Living Forest – Steinkreis mit Flammen

Deswegen haben die Flammenplättchen Zahlen. Du kannst so viele Flammen löschen, wie du bezahlen kannst.

Beispiel: Sagen wir, du hast 12 Wassertropfen und in der Mitte liegt eine 4er-Flamme und drei 2er-Flammen, dann kannst du alle sofort löschen.

Falls du Flammen löschst, nimm die Plättchen zu dir. Hast du übereifrig alle Flammen gelöscht, geht der Rest erstmal leer aus.

Umso mehr Flammen am Phasenende liegen bleiben, umso mehr Probleme bekommen Mitspieler mit zu wenig Wasser. Du kannst das natürlich bewusst nutzen und extra Flammen liegen lassen. Dazu in Phase 3 mehr.

Bei uns passiert das äußert selten (Es herrscht die allgemeine Meinung, mit Flammen ließe sich besser gewinnen).

Es zählt nicht die Zahl auf den Flammen, sondern die Anzahl der Plättchen. Du brauchst insgesamt 12 Flammen für den Sieg.

Außer Flammen löschen, hast du noch weitere Aktionen.

2. Baum pflanzen

Statt Brände zu löschen, kannst du auch einfach neue Bäume pflanzen.

Living Forest Baumhalter
Living Forest – Baumhalter inkl. Bäume

Obendrauf bringen diese dir mehr Elemente.

Es zählen nur unterschiedliche Bäume für den Sieg, aber du darfst auch gleiche Bäume mehrfach besitzen.

Um Bäume zu pflanzen, brauchst du genug Pflanzenelementen auf deinen Karten.

Es darf pro Aktion immer nur ein Baum gepflanzt werden. Egal, ob du dir mehr leisten kannst.

Nimm das Bäumchen, was dir gefällt und lege es auf deinen Spielplan. Bäume müssen aneinander anliegen.

Wie du siehst, schaltest es für manche Spalten und Reihen weitere Elemente frei. Die gelten dann zusätzlich zu jeder Runde.

Living Forest Spielerplan
Living Forest – Spielerplan

Anders die Boni in den Ecken, die gelten sofort als zusätzliche Aktion, wenn du dort einen Baum pflanzt.

3. Waldgeist laufen

Wenn du Karten mit Spiral-Symbol ziehst, kannst du damit im Steinkreis laufen.

Falls du dich jetzt fragst, was bringt dir das. Können wir dir versichern, das ist doppelt gut.

Wenn du beim Laufen einen anderen Waldgeist überspringst, darfst du dir von diesem ein Bonus-Plättchen klauen. Und ja, die zählen zur Gesamtzahl deine Sammlung dazu.

Wenn du eine Figur überspringt, zählt das Feld nicht mit. Du zählst deine Schritte nach der Figur weiter.

Der zweite Vorteil: Je nach Feld eine weitere Aktion. Falls du auf Wasser landest, darfst nochmal Feuerlöschen, und zwar mit allen Wassertropfen die du besitzt.

Das Gleiche gilt, wenn du auf einer Pflanze landest, darfst du noch einen Baum pflanzen.

Du musst nicht alle Schritte laufen, die du kannst. Bleib stehen, wenn es dir am besten passt.

Du musst Minimum einen Schritt gehen, um die Aktion zu nutzen.

Hast du keine Spiral-Elemente oder sogar Minus, darfst du nicht laufen.

4. Karten kaufen

Neue Tiere anlocken, so heißt es in der Anleitung. Klingt ein wenig als würden wir einen Wildpark gründen.

Aber im Grunde kaufst du einfach Karten aus der Auslage.

Living Forest Kartenauslage
Living Forest – Kartenauslage

Die Karten mit den weißen Sonnen sind günstiger erhältlich als die mit den roten Sonnen. Und wie kaufst du Karten?

Na, mit dem Sonnen-Symbol, natürlich.

Du kannst dir so viele Karten kaufen, wie du dir leisten kannst. Kein Maximum, keine Einschränkung.

Die gekauften Karten legst du verdeckt auf deinen Nachziehstapel. Die ziehst du dann direkt in der nächsten Runde.

Wenn du eine Karte nimmst, fülle die Auslage nicht neu auf. Das passiert erst in der letzten Phase.

Umso später du dran bist, umso eher ist das Tier schon weg, was du haben wolltest.

Und wie dir sicherlich aufgefallen ist, sind die Heiligen Blumen auf manchen Karten abgebildet.

Wenn du mit 12 dieser Blumen gewinnen willst, wirst du wohl auf Karten gehen müssen.

5. X-Plättchen nehmen

Falls nichts geht, geht das.

Nimm dir für 1 Aktion einfach ein X-Plättchen. Äh ich mein Magie-Fragment. Ganz wichtig, das zu unterscheiden.

Dieses X kann dir bei zwei Sachen behilflich sein:

  1. Du willst einen Einzelgänger, den du gerade gezogen hast, loswerden.
  2. Du willst einen Feuer-Waran dahin zurückschicken, wo du ihn herhast.

So ein paar X-Plättchen zu besitzen, ist gar nicht so schlecht.

So das waren alle 5 möglichen Aktionen, die du nutzten kannst.

Wenn jeder Spieler das getan hat, ist die Phase 2 beendend und es beginnt die letzte Phase.

3. Rundenende – Strafe abhandeln & auffüllen

Jetzt wird Strafe gezahlt, falls noch Flammen im Steinkreis liegen.

Zähle die Zahlen auf den Flammen zusammen. Jetzt schaut jeder Spieler, ob er genug Wasser hätte, um die Flammen zu löschen. Wenn nicht, muss dieser für die Differenz Feuer-Warane auf seinen Ablagestapel legen.

Living Forest Feuer-Warane Magie-Fragmente
Living Forest – Feuer-Warane und Magie-Fragmente

Zu kompliziert, dann ein Beispiel. In der Mitte liegt noch eine 4er-Flamme. Alle Spieler, außer du, haben mehr als 4 Wasser. Du hast nur 1 Wassertropfen auf deinen Karten.

Pech für dich, denn nun musst du 3 Feuer-Warane auf dein Ablagestapel legen. Denn 4 Flammen minus 1 Wasser ist gleich 3 Feuer-Warane.

Und wie du siehst, haben die keine Vorteile, sind einfach nur Einzelgänger.

Jetzt werden neue Flammen in die Mitte gelegt, die alte bleibt dabei liegen. Welche Flammen in die Mitte kommen, entscheidet die Auslage.

Schaut genau, welche Karten wo fehlen. Fehlen zwei Karten ganz oben bei der weißen Sonne, legst du zwei 2er-Flammen in die Mitte.

Die Karten, die gekauft worden und dessen Plätze leer sind, entscheiden, wo welche Flamme und wie viele davon in die Mitte gelegt werden.

Zur Vollständigkeitshalber, es dürfen höchsten 7 Flammen im Steinkreis liegen. Das ist uns noch nie passiert, aber wir haben es erwähnt.

Wenn das erledigt ist, fehlt nur noch zwei Kleinigkeiten.

Fülle dir Auslage wieder entsprechend auf und gebe den Startspieler-Baum im Uhrzeigersinn weiter.

Nun fängt alles wieder von vorne an. Außer, du erfüllst die Schlussbedienungen.

Spielende – 12 auf einen Streich

Hast du 12 Flammen gesammelt?

Oder hast du 12 Bäume gepflanzt?

Oder hast du 12 heilige Blumen ausgespielt?

Falls du einmal mit Ja geantwortet hast: Herzlichen Glückwunsch, du hast gewonnen.

Ach ’ne, warte mal. Hat noch einer mit Ja geantwortet?

Ja dann, werden jetzt alle Ressourcen gezählt. Und immer noch am meisten? Perfekt, dann jetzt aber wirklich: Gratulation zum Sieg.

Falls du jetzt denkst, eben hatte ich das noch voll, bis mir das noch einer weggeschnappt hat.

Pech gehabt. Die Bedienung muss am Rundenende erfüllt sein.

Das schöne ist doch, du warst nah dran. Versuche dir nicht nochmal was wegzunehmen. Besser als immer nur Punkte sammeln, oder?

Weitere Platzierungen fallen weg, entweder du gewinnst oder verlierst.

Solovariante

Du kannst das Spiel sogar solo spielen. Hurra.

Der Aufbau ist so weit gleich. Nur, dass du gegen einen Bot kämpfst. Und die Flammen sich pro Runde steigern, statt über die Kartenauslage.

Du hast insgesamt 11 Runden Zeit entweder 12 Bäume pflanzen oder 12 heiligen Blumen zu besitzen.

Mit Flammen gewinnst du diesmal nicht (mhh als wäre bereist klar, dass die Flammen-Strategie die beste ist).

Du kannst sogar die Schwierigkeit erhöhen. Wenn du es genau wissen willst, kannst du die Solo-Variante herunterladen.

Warum erklären wir das ganze nicht?

Wir sind eine 4-köpfige Familie. Falls ich mich alleine mit einem Spiel hinsetzte, sitzen sofort 3 weitere Personen am Tisch.

Ich würde faktisch nicht dazu kommen, selbst wenn ich es wollte (will ich das überhaupt?).

Unsere Strategie

Um mal die Gerüchte aufzuräumen, ja Flammen sind gut, aber du kannst wirklich mit jeder Ressource gewinnen.

Wichtig ist den Überblick zu behalten, was haben deine Mitspieler.

Wenn du merkst, einer geht nur auf Flammen, verhindert das er welche bekommt. So kannst du sogar verlieren, wenn du sich zu sehr darauf verlässt.

Aber sie sammeln sich deutlich schneller, weil du mehrere gleichzeitig nehmen kannst.

Kommen wir aber zum eigentlichen Strategie-Teil. Wenn wir nur einen Tipp geben dürften, dann wäre das Laufen.

Laufen ist die wichtigste Aktion. Egal was du machen willst, versuche mit Laufen eine extra Aktion zu bekommen.

Und springe nebenbei noch über deine Mitspieler, um deren Bonusplättchen zu ergattern.

Sammel möglichste alle Ressourcen statt dich nur auf eine zu Fokussieren. Gehst du nur auf eine, kann es passieren dass ein Mitspieler schneller gesammelt hat als du.

Oder am Ende herrscht Gleichstand und es gewinnt, wer mehr Ressourcen insgesamt gesammelt hat.

Zähle deine Karten (das habt ihr jetzt nicht wirklich geschrieben). Doch tun wir. Du hast im Startdeck nämlich 5 Einzelgänger. Mit der Info kannst du besser entscheiden, ob du in der Tierphase weiter zockst oder lieber aufhörst.

Sammel ein paar X-Plättchen, um sie im entscheidenden Moment, also kurz vor Ende des Spiels, nutzen zu können.

Wenn du als letzter dran bist, zocke in der Tierphase. Dann ist es fast egal, ob du nur 1 Aktion hast, Flammen und gute Karten sind meist eh nicht mehr übrig.

Kaufe, wenn möglich, 2 – 3 gesellige Tiere. Die sorgen dafür, dass du in der Tierphase länger Karten legen kannst. Aber nicht zu viele, den die geselligen Tiere ziehen immer viele Elemente ab.

Was bringt es dir mehr Karten zu legen, wenn du weniger Elemente hast um diese einzusetzen?

Unsere Bewertung

Living Forest hat den Titel Kennerspiel 2022 gewonnen. Für uns reicht es nicht als Kennerspiel. Unsere Kinder sind 7 und 9 Jahre und verstehen das Spiel einwandfrei.

Ok, das mit dem Gewinnen müssen sie noch üben, ist aber auch fies gegen Eltern, die gerne Strategiespiele bevorzugen.

Für uns ist es ein gehobenes Familienspiel und so werden wir es bewerten.

Kennerspiel des Jahres 2022 hätte eher sowas wie Dune Imperium oder Arche Nova verdient. Aber es ist nun so wie es ist.

Also, Living Forest ist ein perfektes Familienspiel. Es ist schnell aufgebaut und erklärt. Die Optik ist hübsch und das Thema liebreizend.

Es bietet die ganze Partie genug Spannung, wer gewinnt, gekoppelt mit genug Tiefgang, um seine Züge zu überdenken.

Du wirst merken, wenn du vorne liegst, wie sich alle gegen dich verbünden nur, um dir das Bonus-Plättchen streitig zu machen.

Jeder glaubt, die beste Strategie zu haben. Und am Ende gewinnt doch wer anderes.

Und genau das macht das Spiel aus. Es ist einfach und trotzdem strategisch zugleich. Und perfekt, um den Nachwuchs zu fördern.

Spielst du Living Forest zum ersten Mal gegen erfahrene Spieler: Dann wirst du verlieren. Ist nicht schlimm, beim nächsten Mal machst du es besser.

Wir sehen den Wiederspielwert nicht so hoch an. Das liegt daran, weil du nach ein paar Runden schon fast alle Karten kennst und du jede Strategie mal getestet hast.

Sobald du auf allen 3 Wegen einmal gewonnen hast, gibt es keine Herausforderung mehr. Für Vielspieler sind die Phasen und Aktionen zu wiederholend.

Aber für Familien, die ab und zu mal spielen, absolut geeignet. Da bietet Living Forest mal eine Abwechslung zu den klassischen Familienspielen.

Den es hat alles, was ein gutes Familienspiel braucht: Spielspaß, Ärgerpotenzial und Sammelleidenschaft.

Welches Familienspiel spielst du am liebsten? Schreib uns in den Kommentaren.

Living Forest

Living Forest von Spielenerds
7.6
Spieleidee 10.0
Material 8.6
Spielspaß 6.0
Balance 8.5
Wiederspielwert 5.0

Pro

  • Leichtes Spiel
  • Schöne Optik
  • Mehrere Gewinnstrategien
  • Einfaches Ärgerpotenzial
  • Einsteigerfreundlich

Kontra

  • Wiederholende Aktionen

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